Ein kurzes Plädoyer gegen Storytelling
(Nicht) gegen mein Geschäft
Bild: KI-generiert
Gerne zitiere ich Plato und sage: «wer die Geschichten erzählt, regiert die Gesellschaft». Nach wie vor bin ich seiner Meinung und betreibe Storytelling, um Menschen in ihren Emotionen mitzunehmen, komplexe Inhalte zu vereinfachen oder dafür zu sorgen, dass Sachverhalte besser im Gedächtnis haften bleiben. Ich erfinde Geschichten, um sie als Exempel für wahre Studien oder Daten herzunehmen.
Leider sind Geschichten leichter zu manipulieren als nackte Tatsachen. Wissenschaftliche Studien werden zwar oft aufgrund ihrer Komplexität missverstanden. Wohingegen die Verzerrung von Tatsachen leichter von einer Geschichte verschleiert werden kann. In den Händen von geschickten Manipulatoren, «Weltherrschenden» oder gar Tyrannen kann Storytelling ein mächtiges teuflisches Werkzeug sein.
Nur weil Zahlen und Statistiken die Menschen weniger ansprechen, dürfen wir uns von Fachsprache und Methoden nicht abschrecken lassen. Wissenschaftliche Fakten basieren auf Daten, Studien und reproduzierbaren Methoden, welche differenzierte und präzise Aussagen erlauben. Sie sind unverzichtbar für die Medizin, die Technik, die Forschung und die Politik.
Rede ich mir selbst gegen mein Geschäft? Ich glaube nicht. Aber ich fordere uns alle auf: Lasst uns intelligent bleiben und Storytelling betreiben, das auf soliden wissenschaftlichen Fakten basiert.


